Hege

Bewirtschaftung

Der Verein bewirtschaftet einerseits im Schams schon seit vielen Jahren die drei Teiche auf dem Gemeindegebiet von Pignia/Andeer (Zwischen der Kantonsstrasse und dem Hinterrhein) und andererseits den Rothenbrunnenbach bei der Kantonalen Fischzucht in Rothenbrunnen.


So funktioniert die künstliche Fischaufzucht

Im Spätherbst werden sogenannte ‚Schonstrecken‘ vom Hauptfischereiaufseher und freiwilligen Helfern elektrisch abgefischt. Die Fische werden durch einen schwachen Stromschlag leicht betäubt. Es werden nur die laichfähigen Fische in die kantonale Fischaufzuchtanlage mitgenommen.

Die Mutterfische (Rogner) werden "abgestreift" und dann mit dem Samen (Milchner) zusammen in einer Schüssel gemischt und dadurch befruchtet.

Danach werden die befruchteten Eier in einer Brutanlage gelagert und jeden Tag kontrolliert.


Im Januar/Februar schlüpfen die Fische und ernähren sich zuerst von ihrem Dottersack. Später werden die Brutfische in ein grosses ‚Rundbecken‘ mit Frischwasserzufuhr umgesetzt und durch einen Futterautomaten kontinuierlich gefüttert.


Im Frühling dann, jetzt Vorsömmerlinge genannt und schon ca. 1-2 cm lang, werden diese in den Teichen eingesetzt und weiterhin durch den Futterautomaten gefüttert.


Im Herbst sind diese schon 5 – 10 cm gross und werden nun ‚Sömmerlinge‘ genannt. Nach dem elektrischen Abfischen werden diese in den umliegenden Bächen eingesetzt.

 

Nach ca. 4 Jahren sind dann die Fische laichfähig und somit schliesst sich bei der künstlichen Fischaufzucht der Kreislauf.


 

Nutzen
Mit dieser künstlichen Aufzucht unterstützt man die natürliche Fortfplanzung da der Lebensraum der Fische stark beeinträchtigt ist! Wie z.B. durch Bauten und Auswirkungen zum Nutzen der Stromprodukktion. Aus diesem Grund ist die natürliche Fortpflanzung nur noch beschränkt möglich!